24 Positive Strafe im Hundetraining - was sie wirklich bewirkt
Shownotes
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00:00:00: Wurfwärts.
00:00:01: Der Podcast für Hundefans die Beziehung und Klarheit im Training suchen, Impulse für echtes Miteinander, innere Haltung und verständliche Kommunikation und Kooperation zwischen Mensch und Hund mit Raum für Reflexion neue Perspektiven und immer mal wieder Gästen, die die Hundethemen bereichern.
00:00:26: Hallo!
00:00:26: Heute sprechen wir über ein Thema das im Hundetraining oft sehr emotional diskutiert wird die positive Strafe.
00:00:34: Ein Begriff aus der Lerntheorie, der schnell bewertet wird oft ohne wirklich verstanden zu sein.
00:00:41: Was bedeutet positive Strafen eigentlich genau?
00:00:44: Wann kommt sie im Alltag ganz automatisch vor und was passiert dabei wirklich im Verhalten des Hundes?
00:00:54: Wir schauen heute nicht nur auf die Definitionen, sondern auch auf das Live-Modell und andere Perspektiven, die helfen Verhalten einzuordnen und Verantwortung bewusst zu übernehmen.
00:01:07: Hallo Mario!
00:01:08: Ein gutes Thema!
00:01:11: Alles so saner, wahrscheinlich eines der meist diskutiertesten Themen in der Hunderausbildung überhaupt denke ich mit der positiven Strafe
00:01:20: Ja genau, ist sofort Triggeralarm wenn der Begriff fällt.
00:01:25: Aber wir versuchen jetzt mal das Ganze so ein bisschen aufzuarbeiten.
00:01:30: es ist ein Quadrant in der Lerntheorie und so wollen wir das einfach mal sehen.
00:01:37: also wie gehen wir mit diesen Quadranten um?
00:01:40: Was bedeutet er und wie kann sollte oder setzen wir ihn im Training überhaupt ein?
00:01:50: Absolut, ja.
00:01:51: Und du hast das hier schon richtig so.
00:01:52: Das gehen natürlich alle Emotionen hoch in dem Thema.
00:01:57: Bei den Menschen die sie gar nicht benutzen bei denen diese benutzen.
00:02:01: aber ich bin genau deiner Meinung.
00:02:03: wir brauchen vorher mal einen neutralen Blick über die vier Lernkaltranten und diesen Quadrant der positiven Strafe der meist diskutierteste der vier Quadranten Einfach einmal neutral zu betrachten, was bedeutet das überhaupt?
00:02:17: Was ist das überhaupt und warum ist es notwendig?
00:02:21: zur Wissen dass es ein lerntheoretisches Gesetz darstellt.
00:02:25: Und dass es einfach so ist wie es ist.
00:02:28: Ja gehen wir doch mal auf den Quadranten ein.
00:02:31: Was heißt es denn positiv und Strafe?
00:02:36: aus lernteoretischer Sicht?
00:02:39: Also wie ich das erste Mal gelernt habe hatte ich einen Knopf im Kopf.
00:02:43: Also das war auch wichtig, was ist denn das?
00:02:49: Aber irgendwie hat sich das jetzt schon so manifestiert dass ich glaube um vier in der Früh, wenn es mich aufwächst, ich noch immer alles richtig habe.
00:02:55: bei den vier Lernquadranten also positiv heißt in dem Moment mathematisch geschehen einfach ein etwas hinzuzufügen sowie bei der positiven Verstärkung heißt es Ich füge etwas angenehmes hinzu.
00:03:09: Als Gegenstück zu den Positiv gibt es eben das Negative.
00:03:12: Das sind die negative Verstärkung und die negative Strafe, und das bedeutet dann in dem Moment ich nehme was weg!
00:03:18: Und Strafe oder viele nennen es auch Hammer?
00:03:22: Oder eben Verstärke bedeutet immer wiederum entweder wird etwas mehr als es wird etwas verstärkt ein Verhalten oder Es wird ein Verheiten unterdrückt gehemmt gestraft.
00:03:33: dass ist eben der Strafbereich von positiven Strafen, dann negativen Strafe.
00:03:39: Und bei der positiven Strafe heißt es also ich muss aktiv etwas hinzutun, also du musst etwas hinzukommen damit das als positive Strafe beim in der Lerntheorie gesehen wird.
00:03:52: wie zum Beispiel wenn man hergeht und sagt Ich ruck mich an der Leine bei meinem Hund Dann ist das lerntheoretisch gesehen positive Straf.
00:04:02: Ich springe von meinen Hund und blockiere ihn, dann ist das leeren Theoretis geschehen positive Strafe.
00:04:08: Ich schreihe meinen Hund an, dann is das leernteoretisch gesehen etwas Unangenehmes?
00:04:13: Und ich hab's hinzugefügt und damit iß es eine positive
00:04:16: Straffe.".
00:04:18: Also Strafe heißt ja immer nur um abzugrenzen.
00:04:23: Strafe heisst ja immer dass Verhalten wird weniger.
00:04:26: Wenn ich mich jetzt vor mein Hund schmeiße also ich blockiere in körpersprachlich Immer eine Strafe oder ist es nur eine Straf, wenn das Verhalten des Hundes wirklich weniger wird?
00:04:39: Ja also das ist natürlich der Effekt dahinter.
00:04:43: Ob es überhaupt eine StraFE war oder nicht, das erkennen wir erst in der nächsten Situation die Auftritt.
00:04:49: In dem Moment können wir uns nichts sagen ob seine Strafe ist denn wie du schon richtig gesagt hast ein Hemmer oder eine Straffe bedeutet dass das Verheiten was ich versucht habe zu hemmen oder zu strafen entweder komplett nie wieder auftritt oder eben in verringernden maßauftritt.
00:05:06: Und das kann ich erst das nächste mal erkennen, wenn die gleiche Situation passiert.
00:05:09: In dem Moment könnte es zum Beispiel nur eine Notrettung gewesen sein damit nichts passiert, damit nicht etwas Schreckliches passiert und der Hund würde das das nächste Mal genauso widerzeigen.
00:05:20: dann wäre's einfach lern theoretisch gesehen keine Strafe.
00:05:25: Das finde ich total interessant das so mal zu betrachten.
00:05:28: also Es ist ja immer, wie kommt das auch beim Hund an und sieht der Hund das tatsächlich als einen Lerneffekt?
00:05:39: Also wir bleiben mal dabei.
00:05:41: Wir wollen positive Strafe ein bisschen auseinander dröseln und das besser verstehen.
00:05:45: was verbirgt sich denn dahinter?
00:05:48: Genau Und wieder richtig sagst es geht ja um dass, dass wir jetzt einmal drauf schauen den Lube drauf halten und das einmal verständnistechnisch.
00:05:58: Ich sage mal richtig, wie aufschrauben und zerlegen um überhaupt einmal zu wissen was sind denn dafür Mechanismen überhaupt hinten nach?
00:06:07: Du hast jetzt drei Beispiele genannt.
00:06:09: Wenn wir den Hund anschreien und wir schreien ihn hysterisch an könnte rein theoretisch sein dass es sogar eine Verstärkung des Verhaltens ist und aus lern theoretischer Sicht gar keine Strafe
00:06:23: Ganz genau.
00:06:24: Weil wir es beim nächsten Durchgang feststellen können, ob es wirklich beim Hund als Hammer Straf angekommen ist.
00:06:32: und das ist auch ein wichtiger Faktor denn es gibt einfach Informationen die für uns jetzt ausschauen wie wenn es positive Strafe wäre wie für den Hund aber vielleicht nur einen Signal darstellen in ein anderes Verhalten zu switchen weil er sagt das Verhältnis da drüben eigentlich je gescheiter und besser Und damit hat das nichts mit einer Strafe zu tun, sondern dann ist es zum Beispiel auch nur ein Signal.
00:06:59: Der wichtige Punkt der da noch dazukommt ist... Du hast das schon richtig erwähnt!
00:07:03: Es kommt darauf an wie es beim Tier bei uns in dem Fall beim Hund ankommt und das ist auch typunterschiedlich.
00:07:11: Was gleich hier gemacht heißt nicht dass Gleiche bewirkt.
00:07:16: Das heisst wenn ich heute einen Hund habe neutral in deinem Leben steht, der sehr gesettelt ist.
00:07:25: Der gut situiert ist, der wenig Furcht und keine Ängste hat.
00:07:31: Und ich sag dem einmal ein bisschen schärfer höre auf mit dem.
00:07:35: Dann wird er sagen Ja wenn du glaubst oder vielleicht auch nicht Oder vielleicht tut er einfach weiter keine Ahnung ja?
00:07:42: Und der andere Hund Wenn Ich Den Ein einziges Mal Scherb veranspreche dann bricht für den die Welt zusammen.
00:07:47: und das ist ja schon dass wo wir Ein bisschen einen weiteren Blickwinkel fassen, ist es diese positive Strafe im Sinne der Lehrenthürie etwas hinzuzufügen?
00:07:58: Dass eigentlich unangenehm.
00:08:00: ist die Matierschutzrelevant oder nicht.
00:08:03: Ist das etwas, dass überhaupt ankommt oder nicht?
00:08:05: Ist es wirklich ein Veränderer eines Verhaltens, also ist es so wie du schon gesagt hast, eigentlich ein verstärker des Verhaltenes, weil es der Hund das Kontaktaufnahme sieht als soziale Interaktion sieht Und damit wird es, wie man schon öfter in unserem Podcast gesagt hat, gar nicht so einfach.
00:08:24: Das kann sich wirklich auch im Endeffekt nicht nur zu verstehen sondern auch im richtigen Moment richtig anzuwenden und wissen was gerade eigentlich passiert.
00:08:35: Es ist ja wichtig dass wir das sachliche von dem Emotionalen trennen.
00:08:41: Also sicher werden wir eine emotionale Reaktion haben wenn jemand seinen Hund anschreit an der Leine reißt oder den Hund körpersprachlich sehr massiv blockiert.
00:08:51: Also mal ganz davon abgesehen, dass wir das nicht gut als... also ich sehe es jetzt nicht als gute Trainingsmethodik an aber wir wollen sie auseinander dröseln.
00:09:04: Aber das löst emotional was in uns aus wenn wir das sehen und würden es emotional als positive Strafe sehen.
00:09:12: Das ist eben nicht unbedingt das was die Lerntheorie faktisch oder sachlich beschreibt.
00:09:20: Genau und danke, dass du es gleich nochmal erwähnt, dass wir das nicht als gute Trainingsmethode sehen.
00:09:25: Das kann ich noch sprechen.
00:09:27: Ganz wichtig!
00:09:28: Und wir schauen heute neutral drauf und möchten einfach diese Unterschiede zwischen Es ist so umgangssprachlich Ich habe meinen Hund gestraft oder es ist lernteurektisch eine positive Strafe etwas Unangenehmes wird hinzugefügt und führt zu einer Verhaltensveränderung die eine Reduktion des verhaltens darstellt oder ein nicht mehr auftretenes Verhaltens.
00:09:50: Und wir müssen uns bewusst sein, das gehört zu den Avasifers.
00:09:53: Das heißt es ist etwas was auftritten kann und es heißt ja nicht immer dass wie jetzt ein Auslöser von so etwas sind.
00:09:59: Die Umwelt produziert ja auch diese Unteranführungszeichen hinzufügen von unangenehmen und er tut das dann etwas nicht.
00:10:07: Also als Beispiel der Hund springt irgendwo in einer Hecke hin weil er glaubt, der kann da irgendetwas generieren und in dem Moment schnalzt.
00:10:17: Weil er den berührt hat ein Ast ihm ins Gesicht und so quer über den Kopf oder so.
00:10:23: Der Rundzug zurück und geht weg.
00:10:26: So, lernt theoretisch etwas Unangenehmes wurde hinzugefügt nämlich dieser Schlag von diesem Ast.
00:10:32: aber ob das gewirkt hat, ob der dann wieder hingehen wird oder dass bleiben lassen wird, sehen wir wenn es nächstes Mal die gleiche Situation ist.
00:10:40: Und dann hat die Natur in dem Moment etwas getan.
00:10:46: So dass wir etwas dazugetan haben, das könnte sein und da wollte ich eigentlich jetzt hin, dass wir sehr aufpassen müssen wenn wir positive Strafe einsetzen was denn da so rundherum passiert?
00:10:57: Weil wir gar nicht wissen was alles mitgeht, was der Hund eigentlich wahrnimmt.
00:11:00: in den Momenten
00:11:01: Ja!
00:11:01: Das finde auch, dass immer im Verhaltensketten denken müssen Was hat der Hund kurz vorher gezeigt?
00:11:10: Und was passiert denn im Hund, wenn wir jetzt sagen, wir setzen eine positive Strafe ein oder was passiert mit dem Verhalten des Hundes.
00:11:21: Also wenn es funktionieren würde dann würde das Verhalten, also laut Lerntheorie vermindert aufgezeigt werden und die Auftrittswahrscheinlichkeit wird reduziert.
00:11:33: Das würde ja Superkringern, oder?
00:11:35: Also ganz ehrlich.
00:11:35: Es wäre ja super, wenn das funktionieren würde.
00:11:37: so einfach nur die Nebenwirkungen.
00:11:39: Das ist wie bei einem Medikament.
00:11:41: Die Nebenwirkung lesen Sie dann im By-Pack-Text.
00:11:44: Der by-Pak-Tex der da mitgeht ist was in dem Hund zusätzlich noch passiert zu den, dass vielleicht ein Verhalten, das wir nicht sehen möchten unterdrückt wird oder reduziert wird ob das jetzt unsere Beziehungs- und Bindungsebene verschlechtert, ob der Hund in diesem Kontext ambivalent wird aber sich denn die Moment fürchtet oder sogar einen breiteren Bereich der Angst entwickelt, oder Angststören entwickelt.
00:12:08: Das sehen wir leider erst danach und deswegen ist das so heikeln dieses Thema dann auch wirklich rüberzunehmen ins aktive Training weil die Nebenwirkungen im Beipacktext um vieles länger sind wie irgendwelche Wirkungen die uns da positiv unterstützt nennt.
00:12:28: Ja, du hast ja vorhin das Beispiel gebracht mit dem Ast der da an den Hund ranschnallst.
00:12:34: Ein anderes Beispiel sind die Weidezäune, die mit Strom versorgt sind.
00:12:39: oder kennt vielleicht der eine oder andere Hundebesitzer oder die Hunde Besitzerin dass der Hund mit der Route oder so mal einen Weidezeichen kam und einen Stromschlag bekommen hat.
00:12:50: Und dann kann man eben sehen, dass manche Hunde diese Strecke gar nicht mehr gehen wollen Die sagen Da ist es grundsätzlich gefährlich Und anderen macht das vielleicht nichts aus und was da auch noch dazu kommt bei diesen Umwelteinflüssen, dass wir nicht wissen mit was verbindet der Hund das.
00:13:10: Er könnte es rein theoretisch auch mit der Bezugsperson die dabei ist verbinden?
00:13:16: Ja also erstens das und auch extrem heikles Was passiert genau in dem Moment oder kurz vor dem moment In den gesamten Kontext ein Kind schreit Ein Mensch tritt in den Kontext ein.
00:13:31: Ein Radfahrer fährt vorbei, ein Autofahrt vorbei.
00:13:34: und genau in dem Moment wo dieser Reiz, also dieser Strafreiz kommt, den der Hund ohne unsere Einwirkung eigentlich mitgenommen hat und der Hund wird sehr viele Hunde werden Teile aus diesem Kontext mitkonditionieren.
00:13:48: Das heißt die Verbinden verknüpfen diesen auftretenden Zusatz also den menschen das schreien der kinder oder des fahrende auto oder den radfahrer oder den jogger mit dem dass da diese einwirkung bekommen ist und in dem moment bringen die einen riesen riesengroßen minushaufen.
00:14:07: Und das nächste mal wenn der hund diesen reiz wieder sieht nämlich den reiz im sine von jogger radfahrer etc.
00:14:13: dann kommt emotional ihm das auf was der schmerzreizbeem bewirkt hat und das ist die größte gefahr des einsetzens vom positive verstrafe.
00:14:23: Das ist auch der Grund, warum ich sie in der Hunderausbildung und in der Hundeerziehung absolut ablehne.
00:14:28: Sie so einzusetzen dass sie als... Ich sage jetzt bewusst nicht lernteuretisch hemmen oder Strafe sondern als Deckelung von Verhalten benutzt wird weil im Wahrheit ist es eine Symptombehandlung die deckelt und nicht verändert.
00:14:43: Ja das was du gerade beschrieben hast erinnert mich daran dass Timing ja immer wichtig ist in der Lerntheorie und so natürlich auch bei der positiven Strafe.
00:14:52: Wenn da gerade ein Auto fährt, wenn da gerade einen Schocker kommt und es kommt der Stromschlag dann ist das Timing auch echt punktgenau gesetzt.
00:15:00: Also... Das muss man so einfach sehen!
00:15:03: Du hast jetzt vorhin schon gesagt dass es ja unterschiedliche Typen von Hunden gibt?
00:15:08: Würdest du denn sagen, dass es Hundetypen gibt bei denen das eher was ist was man anwenden könnte?
00:15:18: Also du hast ja vorhin gerade gesagt, nein.
00:15:20: Du lernst es aus Trainingssicht oder im Training ab?
00:15:26: Ja also ich tue mir das schwer mit Hunderttypen sondern... Es ist wie soll ich sagen, es gibt einfach Hunde sehr wenige die sehr sehr ausbalanciert ohne irgendwelche Furcht- und Angstprobleme unterwegs sind.
00:15:42: Sehr wenig gibt's leider von denen bei denen kommt das nicht als diese Tierschutzrelevante Strafe an, sondern für die ist es eine Information.
00:15:51: Aber da gibt's leider sehr wenige und die nehmen das neutral an.
00:15:56: Dem sagst du hey lass das!
00:15:58: Und der Hund sagt okay lass es ist mal vollkommen egal.
00:16:01: vielleicht hängt aber auch damit zusammen dass er nicht nur von sich aus so ausbalanciert und so gut im Leben steht sondern dass er vielleicht auch auf eine Information vorbereitet ist, die ihm einen Abbruch signalisiert und die da durch keine Stamme mehr darstellt.
00:16:18: Also keine dir schutzrelevante Stamfe dasteht.
00:16:23: Weil in einem Verhaltensaabbruch brauche ich ja... Ich muss hier manchmal bei meinem Hund sagen, ich möchte das du das nicht tust.
00:16:28: Das geht es ja nicht!
00:16:30: Aber Wenn ich den Hund gut vorbereitet habe, wenn ich dieses Abbrechen oder dieses Zwitschern von einem Verhalten zum anderen dem Hund schon näher gebracht hab, dass das Film keine Nachteile sondern Vorteile bringt.
00:16:44: Dann ist in dem Moment was bei anderen Hunden als positive Strafe ankommt und zwar ist T-Schutzrelevante positive Strafen nicht kommt dort nicht so an, sondern wird für den Hund zu einer Zusatzinformation die es ihm leichter macht seine Situationen, den Kontext unseren Weg, den wir gemeinsam gehen besser durchführen zu können oder besser durchleben zu können.
00:17:09: Und da bin ich hundert Prozent bei dir nur das immer von dem weg dass das eigentlicher Straf für der Hämmer ist und das ist immer dann so schwer diese Grenze zu erkennen.
00:17:19: wo ist was?
00:17:21: Und zu welchen Hund passt es und zu welchem nicht?
00:17:24: und das is richtig richtig schwer Das bin ich mir bewusst.
00:17:29: Wenn es nicht so ist, also wenn der Typ Hund oder dieses einzelne Individuum das nicht so annimmt wie ich es jetzt beschrieben habe.
00:17:36: Also dass er das wirklich als zu Rechtweisung Straf- etc.
00:17:41: annimmt und der dadurch auch bevalent wird, Probleme kriegt, Furcht kriegt unsicherheiten generiert dann machen wir uns riesengroße Problemen rein.
00:17:50: Der Hund nimmt das in viele unterschiedliche Kontexte mit und das können wir meistens nicht brauchen und dann splitzt das in anderen Kontexten auf oft sehr problematisch.
00:18:02: Würdest du denn sagen, dass Hunde über positive Strafe ein Verhalten eher vermeiden oder das wirklich Lernen stattfindet?
00:18:16: Also ich bin eindeutig auf der Seite des Vermeidens.
00:18:18: also für mich ist es eine wie so eine Symptomebehandlung.
00:18:23: ich unterdrücke sowie bei bei einem Krankheitsbereich, jetzt habe ich da irgendwo einen Ausschlag am Arm.
00:18:29: Ich schmier da irgendeine Salbe drauf.
00:18:31: Die Salbe hat irgendein Mittel drinnen das diesen Ausschlag weg macht aber kein Mensch weiß warum der Ausschlag klar war.
00:18:38: und genauso ist es auch bei der positiven Strafe.
00:18:40: die positive Strafe ist für mich dass die Salbe des Pflaster das Medikament das sich darüber geht ohne die Analyse zu machen warum entsteht das Verhalten?
00:18:50: Dass ich da sehen will eigentlich da endet bei mir schon das Verständnis des Einsetzens von dieser positiven Strafe, denn bevor ich nicht analysiert habe.
00:19:01: Bevor ich nicht darüber nachgedacht habe was löst dieses Verhalten überhaupt aus?
00:19:08: Einfach nur eine positive Strafe einzusetzen und zu sagen Ich hau mal drauf!
00:19:13: Was wird schon weggehen?
00:19:14: Das hat ja mit Lernern nichts zu tun.
00:19:18: Lernen heißt ja, ich brauche eine alternative Lösung wo ich sagen kann, in die kann ich gehen und die ist jetzt in dem Kontext erwünscht oder ich weiß überhaupt, wo ich hingehen kann.
00:19:30: Wenn ich das alles nicht weiss dann ist es ja logisch, wenn wir darüber nachdenken, ist es ganz logisch dass das Ambivalenzen und Probleme im Tier selber züchtet.
00:19:41: Wir brauchen hier nur drüber nach den Kindern bei uns selber, wenn irgendwo einfach eine Strafe herkommt ohne dass eine Erklärung dazu warum es halb und x, y dazukommen Na ja, wo soll man dann wissen warum das eigentlich gemacht wurde?
00:19:56: Also das geht ja beim Hund nicht.
00:19:57: Ich kann sie mir leider nicht erklären.
00:19:58: Das heißt ich muss vorher analysieren was ist der Auslöser wie kann ich den Auslöser bearbeiten und nicht einfach nur das Symptom weg agieren oder wegstrafen oder wie man es halt nennen will.
00:20:11: Ja also da bin ich völlig bei dir.
00:20:14: Es gibt ja ein Modell das heißt das Live-Modell.
00:20:20: Möchtest du das mal kurz erklären, das Livemodell?
00:20:23: Was man denn darunter versteht.
00:20:25: Ja gerne!
00:20:26: Also das Live-Modell ist eine Weiteentwicklung des Lima Modells.
00:20:30: Das Lima-Model hat Susan Freedman – das glaube ich haben wir alle die irgendwo mit Kynologie zu tun hatten gelernt und hat das entworfen.
00:20:40: Ich finde es genial immer noch.
00:20:41: Hat aber das Thema dass die positive Strafe als der letzte Bereich oben auf Dargestellt wird mit Blockaden dargestellt wird.
00:20:50: Und das haben manche Leute so als Berechtigung genommen, dass sie das positive Strafe einsetzen dürfen weil sie haben vorher alles probiert.
00:21:01: So war es aber nicht gedacht.
00:21:02: von Susan Friedman und Fernandes hat jetzt aus diesen diese Weiterentwicklung dieses Live-Modell gemacht.
00:21:09: und da geht's um das, dass es, dass dieses Training so wenig als nur möglich einschränken sein soll aber gleichzeitig funktional wirksam sein soll.
00:21:19: Das ist so dieser Hintergrund des Lima Modells, also von den Punkten her was sind so wichtige Punkte?
00:21:27: Möglichst wenig Einschränkungen.
00:21:28: das heißt dass der Hund auch Wahlmöglichkeiten haben kann.
00:21:31: warum?
00:21:32: weil das dieses positiv aktive Lernen unterstützt.
00:21:36: das heißt wenn ich dem Hund nie Wahlmöglichkeiten gebe sondern immer so eng wie in einem Korsett in einem Tunnel führe dann wird der Hund das abspielen können.
00:21:46: Perfekt, also das sieht man ja im Sport sehr oft.
00:21:48: Perfektaus führen können aber immer noch dann wenn diese Leitplanten die ihm aufgestellt wurden auch vorhanden sind und wenn die einmal nicht da sind dann kommt riesengroßes Problem im Hund selber.
00:22:00: Dann dieses Life-Modell sieht als eine der Hauptpunkte dabei dass wir als Mensch das Verhalten funktional überhaupt verstehen.
00:22:11: Das heißt, dass wir nicht das verhalten was der Hund gerade macht nur sehen sondern Was hat's für eine Funktion, was soll das überhaupt bewirken?
00:22:18: Was sollte überhaupt dieses Verhalten tun.
00:22:21: Dann dass die Effektivität also das wo wir hergehen es muss ein... Es ist einfach nur wichtig, dass es funktioniert in den Hintergrund zu stehen sondern zu sagen es soll schon effektiv werden aber wir brauchen dazu einen Wohl ergeben Wir brauchen einen Wohl füllen, wir brauchen einen funktionieren ein proaktives, in den positiven Bereich agierenden Menschen und dass der Hund in sich selber dieses Gefühl – ich würde schon fast sagen so wie ein Erkunder.
00:23:00: Ein Eroberer!
00:23:01: Ich erobere die Welt dadurch also dieses Gefühl zu kriegen.
00:23:05: Ich kann durch das, wie ich geleitet und gelenkt werde, die Welt bewegen und ich kann etwas draußen bewegen.
00:23:12: Und das macht natürlich Stärke.
00:23:13: Das macht Sicherheit.
00:23:15: Durchsetzungsvermögen das macht, balancieren und damit natürlich auch resistenter gegen alles was irgendwie rund um einen negativen Reizen auf den Hund eintreffen können.
00:23:27: Also am Ende betrachte ja gerne die emotionalen Grundbedürfnisse entwickelt sich dadurch eine hohe Selbstwirksamkeit beim Hund und daraus entwickelt sich wieder Resilienz also dass der Hund aus eigenen Skills, aus innerem Antrieb für ihn schwierige Situationen auch händeln kann.
00:23:49: Also ohne dass ja unsere Hilfe direkt braucht?
00:23:52: Ja genau!
00:23:53: Dass wir eben auch das Setting so gestalten, dass er diesen Weg auch finden kann und gehen kann.
00:23:58: Und wenn wir es in einem längeren Satz zusammenfassen würden dann könnte man sagen Wir suchen Trainingswege die möglichst wenig hemmen, also dass keine Hemmungen passieren.
00:24:11: Auch nicht durch irgendwelche besonderen Grenzen die aufgestellt werden müssen.
00:24:15: und das der Hund so viele mögliche Wahlmöglichkeiten und Handlungsspieler am Gewinn, die aber trotzdem funktional wirksam sind.
00:24:23: Das heißt, dass der Hund durch dieses Verhalten erzeugt, durch diese Funktion, die hinter dem Verhalten sind positive Situation an positive Emotionen generieren kann.
00:24:38: Vielleicht
00:24:38: machen wir das mal an einem Beispiel, wenn wir den Rückruf nehmen.
00:24:41: Was heißt das denn?
00:24:43: Wenn wir sagen der Hund bekommt Wahlmöglichkeiten im Training beim Rückrufen?
00:24:49: Also wir haben ja über das Konditionieren vom Rückrufe gesprochen.
00:24:54: also unser Weg ist zuerst das Signal klassisch zu konditionierend und dann in einen operanten Ablauf einzubauen.
00:25:01: Und die Wahlmöglichkeit ist Der Hund entscheidet in dem Moment In Wahrheit Wie schnell, wie rasch beendet er ein anderes Verhalten um in den Rückruf zu kommen?
00:25:12: Also wirklich herzukommen.
00:25:14: Was kann ich jetzt dazu bewirken?
00:25:17: Wenn indem ich heute dem Hund nicht näher bringe, indem ich ihm erzähle und wir bei einem Menschen sondern indem ich die Konsequenz hinter seinem Verhalten dementsprechend abstufe, wenn einer das differenziert verstärkt ist heißt wenn der Hund sich dazu entschieden hat, sehr schnell, sehr rasch, sich wegzulösen von dem Reiz.
00:25:37: Sofort und schnell und direkt zu kommen!
00:25:40: Dann gibt es einfach die Riesenparty.
00:25:42: Da gibt's das, was so eine Jugendliche Überzeugung der Party des Jahres ist.
00:25:48: Also dort muss man hin... Und wenn das nicht so ist, wenn er glaubt, dass er das auch in einem anderen Tempo machen kann also weder kontreagieren noch Geschwinde kommen vielleicht auch nicht gleich direkt dann kann ich persönlich in dem Moment entscheiden Wie bringe ich dem Hund näher, ob das gut war oder nicht?
00:26:05: Ich brauche nichts zu strafen.
00:26:06: Ich verstärke einfach um vieles weniger.
00:26:09: Es gibt nicht die große Party!
00:26:10: Es gibt ein lächelndes Dankeschön Und in dem Moment differenziert der Hund.
00:26:14: und also ganz ehrlich, Hunde sind super Rechner.
00:26:18: Die sind aus ihrer biologischen Fitness ganz tolle Rechler Denn die biologische Fitness sagt ihnen so wenig wie möglich Energie aufwand Um das Maximale zu erzielen.
00:26:29: Und das Maximale ist die große Party und nicht ein lächelndes Dankeschön.
00:26:33: Das heißt, welches Verhalten wird in Zukunft öfter zeigen?
00:26:36: Dass wo er die große Partie kriegt oder dass wo er nur ein lächerlndes Danke schön was auch nett ist aber trotzdem es ist nicht die große party.
00:26:45: also wir werden ja für verschieben dadurch die das auf die Auftrittswahrscheinlichkeit vom verhalten indem wir die Konsequenz dahinter in differenzierten maße ansetzen.
00:26:57: Umso besser das Verhalten, umso besser wird bezahlt.
00:27:00: Umso manglerndes Verhalten ist umso weniger wird
00:27:02: bezalt.".
00:27:03: Mir fällt jetzt da gerade ein Beispiel mit der Godiva ein und zwar ist die Godiva eine, die hängt auf dem Spaziergang immer hinterher also setze ich immer mal wieder den Rückruf einen WC aufschließt.
00:27:15: damit verstärke ich unter anderem auch dass sich hinterherhängt.
00:27:18: Fällt dir man richtig?
00:27:20: Ja darüber muss man sich dann einfach im Klaren sein.
00:27:23: Also sie kommt immer, wenn wir dann auf dem Spaziergang sind und wir kommen in die Nähe des Autos.
00:27:27: Dann wird sie noch langsamer!
00:27:30: Und jetzt haltet sie.
00:27:31: von ein paar Tagen blieb sie dann tatsächlich stehen.
00:27:34: Das fand ich total witzig weil... Ich habe mich umgedreht, sie bliebe stehen, dann bin ich nochmal ein Stückchen weitergegangen und dann ist sie trotzdem stehen geblieben und sie hat mich sehr auffordernd angeschaut und dann habe ich sie eben irgendwann gerufen und dann kam sie freudig angeloppiert Und dann habe ich sie dafür gelobt.
00:27:55: Ich hab ihr gesagt, sogar auch ein Leckerliege geben und darum muss man sich schon im Klaren sein was man da alles verstärkt?
00:28:04: Ja es ist ja.
00:28:06: wie soll ich sagen wir lernen das hier unseren Leuten in den Trainerausbildungen, dass alles was positiv für den Hund ist verstärkter Vorverhalten.
00:28:15: und trotzdem passiert uns Hunde-Trainer ganz genauso so wie du's jetzt beschrieben hast.
00:28:20: Wir sind manchmal nicht so online und dann rufen wir den Hund genau in der Situation, wo wir das verstärken, dass wir nicht wollen.
00:28:28: Und ich sage den Leuten dann immer, jetzt macht's das neunmal in dieser Situation dir gerne Habts, dann gleicht es ja ein bisschen aus über das Matching Law, da wird das mittlerweile ausgeglichen Aber keiner von uns ist fehlerfreit und verstehe ich dem Menschen auch, dass sie das tun Dass Sie den Hund einfach rufen wenn er zu weit hinten ist.
00:28:45: Also ganz ehrlich, das is ja eine normale Reaktion.
00:28:48: Aber wie du es schon richtig gesagt hast, wir sollten halt wissen was wir in dem Moment im Hund bewirken.
00:28:55: Wie bei allen anderen Dingen auch!
00:28:56: Der Hund sagt sich wenn ich zurückbleibe dann werde ich gerufen.
00:29:01: Das heißt unsere Aufgabe ist wenn wir das tun dass wir dann neunmal wenn sie nicht zurückhängt sie genauso rufen.
00:29:08: Dass der Hund sagt eigentlich ist es besser nicht zurückzuhängen weil ich öfter gerufen und das sehr intensiv mit den Menschen arbeiten müssen, dass dieses Ausgleichen auch wirklich passiert.
00:29:23: So denken wir halt nicht!
00:29:24: Das ist halt nicht so.
00:29:25: die menschliche Denkungsart.
00:29:27: Ja aber das ein bisschen wie mir jetzt ein so Funktionalität des Verhaltens sagt.
00:29:32: Genau tschuldige da folgt man noch eins Satz eins, den ich immer wieder in der Ausbildung benutze.
00:29:37: Wenn ich die Leute dann frag was lernst du dem Hund jetzt gerade wenn du ihn aus dieser Situation rufst?
00:29:42: Dann sagen die Leute naja, dass er zu mir kommt Ja, aber was muss er denn vorher tun, dass er zu dir kommen darf?
00:29:50: Er musste weglaufen.
00:29:52: Und ich lerne ihm durch das Rufen, das Weglaufen... Dann versteh'n's die meisten, dass es dann einfach das Wegglaufen verstärkt weil er nur gerufen werden kann wenn er wegläuft.
00:30:02: Deswegen müssen wir's auskirchen!
00:30:04: Wir sollten uns immer darüber im Klaren sein, was wir tun und wir sollten an der Stelle selbst immer die Bereitschaft haben dazu zu lernen.
00:30:13: Die Hunde werden es auf jeden Fall tun, sie werden dazu lernen nach ihrer Art der Rechnung die du vorhin beschrieben hast.
00:30:22: Wir sind ja manchmal dabei dass wir also da mag ich mich gar nicht ausschließen das wir auch impulsiv handeln aus aus dem Moment heraus, weil die Situation das so erfordert.
00:30:34: Ja und nach außen sowie vorhin Emotionalität von sachlichem zu trennen ist diese emotionale Reaktion könnte wie eine positive Strafe aussehen.
00:30:44: Und aber wie kann dieses Live-Modell denn dazu führen dass wir bewusster entscheiden was wir wollen statt dass wir impulsiv handeln?
00:30:56: Das ist ein guter Freie
00:30:57: Ansatz in dem live Modell.
00:31:01: Das geht sogar über das Live-Modell noch ein Stück weiter hinaus für mich.
00:31:04: Es geht um das, dass wir... Wir sind ja auch nur Menschen und wenn wir einmal emotional reagieren dann ist es so und in dem Moment soll bitte nicht die Welt zusammenbrechen sondern es soll uns eine Lehre sein, wenn's passiert ist, dass dieser Kontext, indem das gerade passiert ist uns dazu gebracht hat zu reagieren.
00:31:27: Und der Lerner soll der sein, dass wir versuchen jetzt schon eine Analyse zu starten.
00:31:34: Warum ist mir das passiert als Mensch?
00:31:36: Was hat mich da so getriggert, dass ich das getan habe um im nächsten Situation wo das passiert meine Bremse einzusetzen und schon weiß weil ich es vorher analysiert hab was für Alternativ mich den machen kann oder ich schon Trainingstechnisch Erziehungstechnische vorbereitet habe dass diese Situation anders laufen kann, weil der Hund gelernt hat über einen Brustliefer aufgebauten Abbruch oder über ein Signal für Switching und anderes Verhalten.
00:32:10: Sein Verhalten zu verändern ohne das bei ihm als ich habe ein gestraftes Verhalten jetzt gerade gemacht und deswegen muss ich es weniger machen also diese Deckelung sondern dass er sagt Ich gehe in einem Bereich hinein gewinnbringender ist.
00:32:27: Und das ist das Ziel, diese Waage dorthin zu kriegen also die Verhaltenswaage dass der Hund für sich diese Wahlmöglichkeit die Entscheidung treffen kann.
00:32:37: ich mach nicht das Verhalten das eigentlich wenig bringt oder das eigentlich vielleicht sogar gestraft werden könnte oder das vielleicht unangenehme Emotionen generiert.
00:32:47: Ich switche von meiner Wahlmöglichkeit in ein Verhalten gewinnbringend für mich ist, dass positiv ist.
00:32:53: Dass positive Emotionen generiert, dass unsere Bindung und Beziehung gemeinschaftlich positiv sind.
00:32:58: Denn Hunde sind hochsoziale Wesen.
00:33:01: Das heißt wenn wir mit denen... Für dies das wichtig, dass wir in einer guten positiven Kommunikation stehen.
00:33:09: Das wird leider auch oft unterschätzt.
00:33:11: Und gerade diese Grundlage der gemeinsamen positiven, positiv emotionalen Kommunikations wird ja durch das sinnfreie einfach hineinstratfen, ja kaputt gemacht.
00:33:23: Das heißt eigentlich das was diese soziale Ebene zwischen dem Hund und uns ausmacht wird konstant verschlechtert und kaputtgemacht?
00:33:30: Ja es ist sehr komplex!
00:33:32: Und an der Stelle ist es wichtig dass wir auch die Theorie der positiven Verstärkung wirklich verstehen.
00:33:39: denn es kommt ja häufig die Frage wenn wir jetzt bei dem Beispiel Rückruf bleiben aber wenn der Hund nicht kommt dann muss ja etwas passieren
00:33:47: Und idealerweise gehe ich nach vor, hole ihn dort ab so neutral wie es nur irgendwie möglich ist und trainiere meinen Rückruf neu.
00:33:54: Aber ich kann jetzt nicht hingehen und kann den Hund dafür strafen dass er nicht gekommen ist weil in dem Moment würde ich ihn ja eigentlich in einen Meideverhalten bringen.
00:34:01: das möchte ich nicht.
00:34:02: aber ich kann ihn abholen.
00:34:03: ich kann sagen ich möchte das noch nicht oder gibt auch die Möglichkeit was bei vielen Hunden nutzt.
00:34:08: Ich wende mich einfach ab und geht.
00:34:10: Das heißt ich geh über diese soziale Band über diese Verbindung Und ich unterbreche jetzt ganz bewusste Kommunikation und habe ihn vielleicht vorher über Team Balance und Leadership gelernt, dass er wieder um die Kommunikationsanfrägtum der Anführungszeichen.
00:34:25: Bei vielen Hunden glaubt das sehr gut, dass der Hund dann sagt, ops!
00:34:29: Vielleicht hätte ich kommen sollen, weil der geht einfach.
00:34:33: Wenn er in dem Kommunikrationsbereich drinnen ist können wir uns wieder überlegen was hat den Hund dazu gebracht?
00:34:40: Bleiben wir beim Rückruf eben nicht gemacht.
00:34:44: Das sind halt, wir müssen uns bewusst sein.
00:34:45: Der Rückruf ist der eine der Königsdisziplinen in der Hunde Erziehung.
00:34:50: Denn der Hund muss sich von Reizen die im Moment gerade interessieren abwenden und zu uns kommen.
00:34:58: Denn wann rufen denn wir hauptsächlich unseren Hund?
00:35:01: Wir rufen ihn dann meistens wenn er gerade etwas drinnen ist wo wir glauben jetzt wäre es gut dass er kommen würde weil er schnüffelt schon so lange oder da.
00:35:12: er will sich gerade in was wälzen oder solche Sachen.
00:35:15: Das heißt also immer aus Dingen raus, oder er geht zu weit weg oder er springt in den Wald.
00:35:21: Also alles Dinge die für den Hund interessant sind rufen wir dem Hund!
00:35:25: Dass der Hund lernt ja schon.
00:35:26: such das dass du dementsprechend auch gerufen ist.
00:35:29: aber für den hund ist es natürlich schon sehr... Da muss der Rückruf schon sehr gut sein als der Hund sagt ich kann mich von dem wegwenden und ist bewusst ich kann nicht.
00:35:41: Und es gibt Situationen, da ist das was da vorne ist so interessant.
00:35:45: Dass der Hund das halt in dem Moment nicht schafft.
00:35:48: Das sind Tiere, das sind Lebewesen.
00:35:50: Hundert Prozent gibt's halt nicht und jeder bei uns noch beim Hund?
00:35:53: Ja also gerade beim Rückruf.
00:35:55: ich finde auch dass die Königsdisziplin vielleicht zusammen mit der Leinenführigkeit, die auch eine hohe Herausforderung darstellt weil er auch mit vielen Reizen zu kämpfen ist eben auch eine riesige Rolle spielt.
00:36:11: Ja, absolut vollkommen richtig!
00:36:13: Wie kommen wir denn an dem Punkt dass wir besser reflektieren können über das was du jetzt gerade beschrieben hast also dass uns klarer wird kann der Hund das dann auf seinem Ausbildungsstand schon dass er an einer Schnupperstelle ist und dass er wirklich zurückkommen kann?
00:36:33: Also wie schaffen wir es zu reflektieren, wo stehe ich mit meinem Hund denn tatsächlich in der Ausbildung?
00:36:41: Um dann nicht schimpfen zu müssen mit dem Hund oder sowas.
00:36:44: Also müssen mal in Anführungszeichen.
00:36:46: das ist dann eben die emotionale Komponente, die dazukommt.
00:36:50: Ja also es ist eine wichtige Frage und das ist eigentlich auch einer der Themen, die man ohne einer guten Unterstützung von einem Hundetrainer oder von einer Hundetrennerin als Leier sehr schwer hinbekommt.
00:37:00: Denn die Einordnung Welche Reizen kann mein Hund schon widerstehen oder von welchen Reizen er sich abwenden?
00:37:10: Ist ein systematischer Aufbau der Kontextveränderung, das nennt man Generalisierung.
00:37:16: Oder ein Teil der Generalisierung ist eben Verdichtend von Verhalten.
00:37:20: also dass ich das verhalten Auslösereiz resistenter mache Und der Hund immer mehr das Verhalten im Vordergrund zieht und die Funktion, dass er zu seinem Verstärker, zu seinem positiven emotionalen Bereich kommt.
00:37:35: Im vordergrund sieht.
00:37:36: und ich glaube, dass man sich als Leie schon sehr schwer tut wenn man da nicht wirklich gute Unterstützung von Hundertrainerinnen oder Hunderttrainer hat.
00:37:46: Denn da gehört also einen ganz kurzen Ablauf neu, sonst dauert es relativ lange aber.
00:37:54: Kurzer Ablauf wie wir Es zuerst einmal ein Signal gut konditionieren, positive Emotionen generieren nur über das Signal und erst der Hund was macht.
00:38:04: Nächster Schritt eine operante Handlung herstellen diese beiden Dinge verknüpfen.
00:38:09: bleiben wir beim Rückruf mein komm zu mir positiv aufladen dann dem Hund lernen im Sinne von.
00:38:17: er ist ihm zu mir unterwegs Und für das du zu mir kommst gibt es etwas.
00:38:21: Dann hängen wir zusammen dass der Auslösereiz für kommt zu mir wird Mein kommt zu mir.
00:38:27: Und danach, ganz sukzessive kleine Reize einzufügen die dem Hund trotzdem schaffen lassen diese Situation zu bewältigen also den Rückruf durchzuführen als ich nehme jetzt das Beispiel da steht irgendein einfach mittendrin und auf einmal ein Kübel oder eine Zeitung ist ja vollkommen egal.
00:38:49: Irgendetwas dass der Hund zwar ablenken könnte aber so gering ist es sie nicht ablegt.
00:38:54: Und weil er das scharf, gibt es natürlich die Superparty.
00:38:57: Diese Ablenkungsreize fügen wir immer mehr hinzu.
00:39:00: Das geht bis zu dem Punkt, dass da zehn, fünfzehn Sachen herumliegen können, die alle interessant werden für den Hund und der trotzdem einen Rückgruf macht.
00:39:09: Damit würde dieses Rückkommen schon nochmal unter einer Komprimierung stehen.
00:39:15: Das heißt, es würde gegen Außenreize resistenter werden.
00:39:19: Dann tragen wir das, was wir jetzt gemacht haben in einem eher neutralen Bereich gelernt nach außen in anderen Situationen.
00:39:26: Und das nennt man dann den Generalisierungsbereich, sodass wir sagen jetzt trage ich es in andere Situationen raus.
00:39:33: aber ich kann nicht jetzt sagen dass was der Hund in dem gelernten Setting abgeliefert hat nehme ich einfach und da stelle ich ihn eine andere Situation.
00:39:41: Das funktioniert nicht.
00:39:42: Ich habe gerade gestern wieder einen Kollegen getroffen mit dem er wird besprochen.
00:39:47: Das ist so ein Thema sehr vieler Hunderausbildungsbereiche, woher gegangen wird.
00:39:51: Der kann das da und muss es dort auch können?
00:39:53: Leider stimmt das so nicht!
00:39:54: Sondern ich gehe den Lernprozess in einen neuen Setting relativ rasch durch um den Hund zu sagen egal wie der Setting wieder Kontext ist du kannst das abliefern aber nicht jetzt von null auf hundert sondern ich lerne relativ rascht.
00:40:09: die ganze Situation Die ganze Kette die ganzen Aufbau noch einmal.
00:40:12: Dann mache ich das im dritten setting im vierten settings im fünften setting Und irgendwann sagt der Hund, es ist vollkommen egal was Rund um Atom ist.
00:40:20: Wichtig ist... Es gibt ein Signal das heißt kommt zu mir, es gibt einen Rückruf und es gibt eine Superparty!
00:40:27: Und das muss überbleiben und alles andere muss austauschbar werden.
00:40:29: Das nennt man Generalisieren und wenn man das gut macht und Diensthunde brauchen sowas zum Beispiel.
00:40:35: Ein Hund der heute entweder als Rettungshund oder Polizei-Hund oder Bundeswehrhund unterwegs ist die müssen diese Generalisierung haben weil sie kommen immer wieder neue Situationen Der kann nicht sagen, das Gelände schaut aber nicht so aus wie das wo ich gelernt habe den verlorenen Menschen zu suchen.
00:40:55: Das kann nicht funktionieren.
00:40:56: D.h.,
00:40:56: der Hund muss wissen es ist egal wo ich hinkomme.
00:41:01: Ich hab mein Geschirr, ich hab meinen Zeichen, ich habe einen Ritual vorher und meine Hundeführer sagt Suchen!
00:41:09: Dann suche ich Und das nennt man dann eben zuerst vorhin komprimieren, also aufbauen, komprimir und danach generalisieren.
00:41:15: Und dann funktioniert es?
00:41:17: Ja, das war jetzt sehr kompromiert lieber Mario!
00:41:22: Dazu braucht man Wissen über Kontext lernen.
00:41:25: Man muss wissen wie funktionieren.
00:41:27: verstärker wir brauchen das Timing Wir brauchen das Thema Impulsekontrolle.
00:41:33: Das liegt so ziemlich aufbau von klein schrittig im Training Genau.
00:41:40: Also
00:41:43: www.hundetraining.at slash hundetrain Ausbildung?
00:41:48: Ja, also der Rückruf ist wirklich sehr schwierig und ich finde es immer gut den als Beispiel herzunehmen weil da viele einfach anfangen zu schimpfen.
00:42:01: warum kommt er nicht?
00:42:02: und so was?
00:42:02: und es ist einfach... Der Rückruff ist das was in der Regel wirklich häufig schlecht aufgebaut ist.
00:42:09: Aus
00:42:10: den genannten Gründen.
00:42:16: Ja, positive Strafe ist kein schwarz-weiß Thema!
00:42:20: Sie passiert im Alltag manchmal bewusst und manchmal einfach auch unbewusst.
00:42:26: Entscheidend ist wie bewusst wir damit umgehen?
00:42:30: Wenn wir beginnen Verhalten in Kontext zu sehen unsere eigene Rolle zu reflektieren und Verantwortung zu übernehmen entsteht etwas Neues Klarheit ohne Härte.
00:42:42: Das Ziel ist immer eine gute Beziehung, die von Vertrauen geprägt ist.
00:42:47: Nicht die Strafe verändert verhalten nachhaltig sondern das Verständnis für das was Verhalten überhaupt entstehen lässt.
00:42:56: Lieber Mario vielen vielen Dank für die Folge heute.
00:42:59: Es ist wirklich ein schwieriges Thema.
00:43:03: Danke Susanne und ich freue mich sehr dass wir dieses Thema abgegriffen haben Und ich hoffe dass die Leute die uns zuhören Nach unserem Podcast wirklich in ihrem Leben reflektieren darauf und sagen, was habe ich jetzt gerade getan?
00:43:17: Habe ich jetzt meinen Hund einfach nur eine Information gegeben etwas anders zu tun oder hab' ich ihn gestraft ohne dass er weiß, was eigentlich tun soll.
00:43:26: Hab' ich ihm das jetzt bewusst angetan.
00:43:31: Das ist ein extrem wichtiges Thema und du weißt ja schon gemerkt es in den bisschen auch von der Zeit vom Zeitrahmen an drüber gekommen, aber es ist einfach unglaublich wichtig.
00:43:40: Danke Susanne!
00:43:41: Es war echt super wieder.
00:43:42: Ja vielleicht noch was sich zu fragen?
00:43:45: Was habe ich getan und anzusetzen?
00:43:48: warum hab' ich das getan?
00:43:50: die intrinsische Motivation die dahinter steckt is auch immer gut wenn man die noch betrachtet.
00:43:56: ja genau und das ist ja gerade mit der intrinsischen die du jetzt angesprochen hast ist ja so.
00:44:01: Wenn wir jetzt wirklich eine Strafung eingesetzt haben und in dem Moment verändert sich etwas, dann sehen glauben wir ja, wir haben was bewirkt.
00:44:09: Wir haben diese Situation bereinigt aber bewirked langfristig haben wir nur dann was wenn der Hund gelernt hat andere Verhalten zu zeigen und das haben wir dann meistens halt nicht.
00:44:19: Und in dem Moment wo wir die Veränderung sehen sage ich immer zu unseren Leuten da ist er verstärker beim Menschen.
00:44:26: Er sieht er hat was bewirkt.
00:44:28: Aber ob das langfristige im Hund was bewirtet das sehen wir ja erst in der Zukunft.
00:44:32: Du siehst, wir können uns noch lange über diese Themen unterhalten.
00:44:36: Aber wir setzen jetzt einfach einen Punkt und wir sehen uns beim nächsten Mal und wir hören uns auch beim nächsten mal!
00:44:43: Alles Liebe!
00:44:44: Ciao!
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